Technik & Funktion – so funktionieren Sonnenfänger

Sonnenfänger bestehen aus fluoreszierendem Acrylglas (die technische Bezeichnung hierfür lautet: Polymethylmethacrylat – oder kurz: PMMA). Dieses Material wird von diversen Herstellern produziert. Die Funktion – das Leuchten basiert jedoch stets auf der gleichen Grundlage …

Und so funktionieren die Sonnenfänger …

Sonnenfänger, Fee: Julie - gelb
Die Technik - so funktionieren Sonnenfänger

Funktion: 1

so ensteht das Licht …

Das verwendete Acrylglas filtert Teile der blauen, violetten und der unsichtbaren, ultravioletten Lichtstrahlen aus dem Tageslicht heraus. Die so gefilterten Lichtbestandteile werden in sichtbares Licht umgewandelt. Dieser Vorgang wird als „Fluoreszenz“ bezeichnet.

Das so erzeugte, sichtbare Licht entsteht innerhalb der gesamten Sonnenfänger-Scheibe, und wird in alle Richtungen abgestrahlt.

Funktion: 2

so entsteht das Leuchten …

Einige Lichtstrahlen können die Scheibe auf direktem Weg durch die Oberfläche wieder verlassen. Andere Strahlen treffen jedoch in nur flachem Winkel auf die Oberfläche der Scheibe. Sie werden über Totalreflexionen gespiegelt und weitergeleitet.

Letztlich treffen sie in einem stumpfen Winkel auf die Schnittkontur der Scheibe. Das Licht kann an dieser Stelle fast ungehindert austreten.

Du kannst dieses Verhalten deutlich an den intensiv leuchtenden Konturen der Sonnenfänger erkennen.

Sonnenfänger Schmetterling

Funktion: 3

Die Funktion der anhaftenden Tropfen …

Tau- und Wassertropfen haften auf der Sonnenfänger-Scheibe. Sie verändern den Lichtbrechungskoeffizienten und somit den Winkel der Totalreflexion. Hierdurch können mehr Lichtstrahlen durch die Oberfläche austreten.

Aus diesem Grund leuchtet die Fläche einer feuchten Scheibe etwas heller. In den frühen Morgenstunden kann ein Sonnenfänger daher völlig anders aussehen als beispielsweise in der Mittagssonne.

Die deutlichsten Leucht-Effekte kannst Du nicht bei strahlendem Sonnenschein beobachten. Das Leuchten der Sonnenfänger erscheint in den Morgen und Abendstunden oder an bewölkten und trüben Tagen viel intensiver. Unter diesen Bedingungen ist der relative Blau-Anteil im Tageslicht größer als bei hellem Sonnenschein.

Wie intensiv Du die „Magie“ der Sonnenfänger wahrnehmen kannst, hängt jedoch auch von ihrer Farbe und Umgebung ab.